Wir sind wieder @home

Endlich ist es soweit. Wir haben wieder ein eigenes Zuhause. Klein aber fein trifft wohl am ehesten zu. Und jawohl, wir fühlen uns pudelwohl chez nous! Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Back on track

Seit über 2 Monaten sind wir nun schon zurück und unsere Reise geht weiter. Auch wenn’s nicht mehr so exotisch zu und her geht wie dies noch in Südamerika der Fall war, es wird uns auch in der Schweiz in keinster Weise langweilig.

Wir stehen mit beiden Beinen voll im Berufs-Alltag und versuchen nebst der Arbeit, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. Dieses Vorhaben ist leider nicht immer einfach, sind wir doch beide auch in unserer Freizeit gut verplant. Hinzu kommt, dass ich meine Zelte teilweise wieder im Kanton Bern aufgeschlagen habe – zumindest für zwei Tage die Woche.
Neues gibt’s von der Wohnungsfront. Seit knapp drei Wochen haben wir ein neues Zuhause in Siders gefunden. Die Unterhalts- und Rennovationsarbeiten, die wir aus eigenem Interesse vornehmen, kommen gut voran und Sandra wird bereits nächstes Wochenende die Wohnung einrichten können, um dann endlich in unsere eigenen vier Wände umzuziehen. Obwohl das WG-Leben im St.Ginier doch auch seine coolen Seiten hat, ist dies auf Dauer sicher keine Option mehr für uns. Wir konzentrieren uns lieber auf die gemeinsame Zweisamkeit und planen in kleinen Schritten das nächste Jahr.

Da wird es so einige Highlights geben – aber vorerst werden noch keine Details verraten. (ps)

Quer durch Panama

Was tun mit den letzten drei Wochen unserer Reise?

Unser Plan sieht so aus: In Panama City ein Surfboard kaufen und dann via Santa Catalina und Bocas del Toro die Wellen von Panama abklappern. Leider müssen wir im Surfshop enttäuscht feststellen, dass Bretter in unserer Kategorie Mangelware sind. Alles ist entweder zu gross oder zu klein. Zufällig treffen wir im Shop auf Laura und Gareth, ein CH-Pärchen das auch auf Brettsuche ist. Wir verabreden uns auf ein Bierchen am Abend.  Und so nimmt alles seinen Lauf. Wir verbringen die nächsten zwei Wochen mit den Zwei. Sie haben für die nächsten vier Wochen ein Auto gemietet und fragen uns spontan, ob wir sie auf ihrem Trip ein bisschen begleiten möchten. Dank den Zwei entdecken wir Panama von einer ganz anderen Seite. Auf abgelegenen Pfaden geht’s zu Surfspots und in wunderschöne Regionen die noch sehr unerschlossen sind. Dies wäre alles ohne Auto kaum machbar gewesen.

So besuchen wir das kleine Örtchen San Carlos, wo uns ein bekiffter Hostelbesitzer (wenn’s überhaupt ein Hostel war) mit ziemlich bösen Worten verabschiedet, da wir ihm für die Nacht nur 40 anstatt 45 Dollar bezahlen weil die WC-Spühlung nicht funktioniert.

Weiter geht’s nach Playa Venao wo Geldgierige Investoren Einzug halten und die ganze Beachfront aufkaufen und verbauen.

Danach fahren wir nach Guanico, wo wir in einem neu gebauten Surf Camp übernachten. Das Hostel ist noch nicht eröffnet und wurde von Nic, einem Schweizer der seit über 10 Jahren in Zentralamerika lebt, gebaut. Das ganze Haus steht uns zur Verfügung. Hier treffen wir auf Bettina und Marc, die Nic in den letzten paar Monaten tatkräftig beim Bau unterstützten.

Als letzte Station des Trips wartet Santa Catalina auf uns. Die Wellen sind an diesen Tagen einfach nur riesig und es macht Spass den Jungs draussen zuzuschauen. Laura und Gareth zieht es nach zwei Tagen weiter in den Norden, wo weitere Spots auf sie warten. Für uns neigt sich der Panama Trip und unserer Reise dem Ende zu.

Mit voller Vorfreude auf zu Hause machen wir uns weitere zwei Tage später zurück nach Panama City. Wir hatten eine tolle Zeit in Süd- und Nordamerika und freuen uns auf die Rückkehr in die Schweiz.

Vielen Dank an alle, die unsere Reise möglich gemacht haben und herzliche Grüsse an alle da draussen, die mit diesem Blog unsere Reise etwas mitverfolgt haben…

Bis bald in der schönen Schweiz oder sonst wo auf der Welt. (ps)

On the way to Panama

In Cartagena angekommen staunen wir mal nicht schlecht. Diese Stadt ist ja richtig niedlich: mit einer Medina direkt am Meer situiert und schön ausschauenden Kolonialhäusern an der jeder Ecke. Wir sind in der Calle Media Luna untergebracht und ziemlich froh, dass wir hier zwar feiern können, zum pennen aber ein gemütliches Hostel ohne Bar gefunden haben – die Nächte können sonst ziemlich lang werden.

Die meiste Zeit in Cartagena verbringen wir mit Überlegungen wie wir am besten nach Panama gelangen. Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  1. Bequeme Variante: Direktflug von Cartagena nach Panama City
  2. Abenteuer Variante: Reise via Turbo ans Karibische Meer, weiter nach Capurgana (nur via Boot möglich), von da aus weiter nach Puerto Olvida (Panama und auch mit dem Boot) und zu guter Letzt einen billigen Inlandflug nah Panama City erwischen
  3. Luxus und Chiller Variante: mit Segelturn in die San Blas Inseln vor Panama und per Boot-Taxi und 4×4 nach Panama-City

Die dritte Version ist zwar die teuerste, jedoch dauert die Überfahrt schon zwei Tage und danach sind zudem drei Tage im Archipel von San Blas (inklusive chillen und relaxen) angesagt.

Wir entscheiden uns für Variante drei und buchen Plätze auf einem Katamaran bei Scott, Tracey und ihren beiden Kindern. Zwei Australier die hier Segelturns anbieten. Die anderen Gäste sind per Zufall auch alles Australier, was den Trip zwar nicht einfacher zu verstehen, jedoch ziemlich lustig macht. Wir haben auf dem Schiff eine Menge Spass, obwohl die zwei ersten Tage der blanke Horror sind.  Wie immer habe ich meine eigene Weise mit der offenen See und den Wellen umzugehen. Ich penne die ersten beiden Tage praktisch durch – ohne gross essen, ohne Zähneputzen und schon gar nicht mit Duschen:-)

Das Leiden lohnt sich – San Blas ist ein Paradies auf Erden. Nur die Rum-Flasche auf der Insel von Jack Sparrow konnte ich nicht finden. Deshalb haben wir unsere eigene mitgebracht. Etwas störend sind die einheimischen Kunas, die für alles Kohle wollen. Hier mal eine kurze Zusammenstellung was die San Blas Inseln für die Touristen mit Booten so kosten (mussten wir natürlich nicht alles bezahlen):

500 Dollar für einen Monat Zugang zum gesamten Archipel
(muss jeden Monat wieder bezahlt werden)

10 Dollar für einen Monat Zugang zu den Islas Holandaise Cays
(muss auch jeden Monat wieder bezahlt werden – Kunas kommen nach der Ankerung mit einem Boot vorbei und verlangen die Gebühr – inklusive QuittungJ)

1 bis 2 Dollar Gebühr um Inseln zu besuchen
(auf vielen Inseln leben Kuna Familien. Die Kunas stehen kurz nach Ankunft bereits mit hohler Hand vor dir – Gebühr muss täglich bezahlt werden – ohne Quittung)

0.75 Rappen pro Kokosnuss (der Preis war‘s wert – Coco Loco ist hervorragend)

1 Dollar pro Foto mit Kunas (haben wir natürlich nicht gemacht)

5 Dollar pro Hummer (auch hier war’s der Preis wert)

Ich sag nur: Abzocke pur, aber es lohnt sich halt.

Die Zeit geht äusserst schnell vorbei. Heute schon sitzen wir in Panama an einem Strand und warten bis mein Surfbrett endlich einsatzbereit ist: Abschlussbericht folgt (ps)

Ab nach Kolumbien

Nachdem wir von Patric Abschied genommen haben reisen wir weiter Richtung Norden und überqueren erneut eine Grenze: Kolumbien. Die 9-stündige Fahrt mit dem Minibus über die Berge schüttelt uns ziemlich durch. Weder Lesen noch Schlafen ist möglich, doch der Blick aus dem Fenster offenbart uns eine wunderschöne, oftmals unbewohnte Landschaft.
In Cali erholen wir uns dann von den Strapazen. Die drittgrösste Stadt von Kolumbien gefällt uns mit ihrem charmanten Chaos gut. Den alten Stadtteil haben wir zwar nicht auf Anhieb gefunden, doch der Umweg hat uns in interessante Wohnquartiere gebracht und uns ein anderes Gesicht von Cali geboten.
Wir entscheiden uns einen Flug direkt an die Karibik zu nehmen. Wir überspringen somit das sicherlich sehr interessante Zentralkolumbien, doch alles können wir einfach nicht sehen.
In Taganga verschlägt es uns dann schon nach einer Nacht zum Parque National de Tayrona. Auf Tipp einer Reisenden verbleiben wir 2 Nächte an der Playa Costeño, wo wir eine schreckliche Nacht im Zelt (heiss, stickig, stinkig und Scheissplastikmatratze) und eine tolle Nacht in der Hängematte für Phil und im Bett für mich verbringen. Der Strand ist wunderschön, von einem Palmenwald umzäunt und praktisch menschenleer. Im Parque Tayrona entdeken wir wiederum zauberhafte Strände, schlafen in Hängematten (Premiere für mich) und wandern am letzten Tag etwa 4h durch den Regenwald, was uns den Schweiss aus allen, aber wirklich allen, Poren treibt.

Nous voilà en Colombie. Notre première grande ville s’appelle Cali se situe au sud du pays et nous plait vraiment bien. Nous dormons dans un hostel dans la partie moderne de la ville. Mais une longue promenade nous démontre les autres visages de la ville; centre-ville hyperactif avec tout sorte de stands, couleurs et saveurs, collines garnies des jolies églises et bâtiments avec une vue imprenable, quartiers en peu plus délaissés…
Afin de nous rendre aux Caraïbes le plus vite possible nous optons pour un vol jusqu’à Barranquilla. Nous passons plusieurs nuits dans et aux alentours du Parque National Tayrona où nous découvrons des plages incroyables. Une des nuits, nous dormons sur une petite butte au-dessus de la mer dans des hamacs… trop bo tout ça même que je n’ai pas très bien dormie! Mais n’importe je peux faire la sieste quand je veux durant la journée; c’est beau les vacances! (sb)

La Mitad del mundo

Quito se compose du nom Qui=milieu et  to=monde. En effet, la capitale se situe à seuleuement 20 km au sud de l’écuateur. Nous allons voir cette fameuse ligne afin d’y poser un pied sur l’hémisphère sud et un sur l’hémisphère nord. Au musée nous pouvons assister à plusieurs effets physiques assez étonnants. Dans un évier, l’eau se vide sans être dévié par la force de Coriolis lorsque le recipient avec l’eau et posé sur l’équateur. Déplaçant l’évier de quelques mètres seuleuement, l’eau se vide en rotation: au sens des aguilles d’une montre  (SAM pour les profs…) pour le nord et dans le sens contraire des aiguilles d’une montre (SCAM) au sud. Incroyable!
Quito c’est aussi l’endroit d’aurevoir avec mon frère Patric. Après un mois de voyage incroyable il rentre en Suisse. Ce n’est qu’un aurevoir…
(sb)

 

Quilotoa und Kotopaxi

Verfasst und recherchiert von unserem Guestwriter Patric Bollinger:

Infolge des feuchtfröhlichen Abschlusses unseres Dschungeltrips, beschäftigen wir uns in Latacunga angekommen erstmals mit Wäsche trocknen. Das Hostelzimmer kurzerhand zum Waschraum umfunktioniert, erweist sich dies zugleich als Balsam gegen Schnupfen und Husten um der trockenen Luft (2800m.ü.M.) entgegen zu wirken.

Latacunga liegt 89km südlich von Quito und grenzt an den mit vielen Sehenswürdigkeiten bestückten Parque National de Cotopaxi, einer weiteren MUST-SEE Destination von unserem “Dritten”-Rad am Wagen. Letzterer Teilnehmer ist bekanntermassen anfangs Juni in Guayaquil zu uns gestossen und begleitet uns bis Monatsende nach Quito. Textiltechnisch trocken ausgestattet, fahren wir mit zahlreichen traditionell bekleideten Einheimischen mit dem Bus nach Quilatoa (3800m.ü.M.) an den Kratersee. Bereits die Busfahrt, aber insbesondere der Blick vom Kraterrand ist die Reise wert. Der staubige sowie steile Ab- und Aufstieg auf unfestem Boden zum Kraterseeufer, hat es auch aus sportlicher Sicht in sich (ca. 300 Höhenmeter).

Auch am 2. Tag in Latacunga stecken wir uns hohe Ziele. Mit Diego unserem heutigen Guide, fahren wir im Jeep an die Nordflanke des Cotopaxi (5’897m.ü.M). Der “Nacken des Mondes” wie er aus Quichua (Sprache der Ecuadorianer/innen) übersetzt heisst, ist der höchste aktive Vulkan der Welt. Angekommen auf 4500m, steigen wir mit gefühltem Puls von 180 und vom Vortag staubiger Lunge bis an die Gletschergrenze auf 5000m auf. Anzeichen von Höhenkrankheit bleiben uns erspart und so können wir den Ausblick auf die wunderschöne Bergwelt in vollen Zügen geniessen.(pb)

Entdeckungsreise Dschungel

In Baños verbleiben wir 2 Nächte und buchen nach langem hin- und her eine Dschungeltour. Es ist nicht einfach einen guten Kompromiss zwischen Preis, Anreisezeit und Leistung zu finden. Des Weiteren möchten wir verhindern eine total dämliche Tour zu buchen, wo die Einheimischen uns mit Tanz und Gesang in Baströcken aber grimmigem Gesichtern empfangen. Mal sehen…
Die Anreise besteht aus 3.5 Stunden Busfahrt nach Tena, nochmals 2.5 Stunden tiefer in den Dschungel hinein und 30 Minuten Kanufahrt über den Rio Napo bis zu unserer Lodge. In den 4 Tagen und 3 Nächten wandern wir mit Gummistiefeln durch den Dschungel, versuchen uns beim Pirañafischen (kein Erfolg) und Goldsuchen (Erfolg!!!), lassen uns auf Lastwagenreifen den Rio Napo runtertragen, machen Schokolade aus den Kakaobohnen vom Garten und sitzen singend am Lagerfeuer. Wir sehen zwar nicht wirklich viele Tiere (das wussten wir schon vorher), doch ist das Leben in der Lodge mitten im Dschungel toll und einigermassen erholsam. Abgesehen von meiner unerfreulichen Begegnung: Phil ist schon im Bett und ich soll ihm den kleinen Plastiksack mit seinen Medikamenten geben (Stirnhöhlenentzündung… sagt er). Ich packe den Sack und zack.. sitzt eine grosse, fette, ecklige Kakerlake auf meinem Arm. Mit einem lauten Schrei, den man angeblich im ganzen Lodgedorf gehört hat, schleudere ich die Kakerlake weg und hüpfe im Zimmer rum. Schlussendlich muss Patric aus dem Nebenzimmer antraben und das Ungeziefer mit seinem FlipFlops erledigen. Fazit: Am nächsten Tag befinden sich 3 in unserem Badezimmer und Phils FlipFlops sind angeknabbert.
Mich hat der Besuch bei den Eingeborenen, die gleich am anderen Flussufer wohnen, beeindruckt. Sie leben in Holzhäusern auf Pfählen, tragen auch bei strömendem Regen keinen Regenschutz, haben selten fliessendes Wasser, bauen Bananen, Yuca, Kakao etc. an und kochen  überm Feuer. Doch viele besitzen auch ein Handy, haben Strom, tragen Kleider! und besitzen einen Fernseher. In der Lodge arbeiten, abgesehn von der Managerin aus Deutschland, Einheimische als Guide oder in der Küche.
Uns hat der Dschungel auch ohne Mogli und Tieren gefallen. (sb)

Bei Hollensteins in Cuenca

Cuenca, die wunderschöne Kolonialstadt mit knapp 500’000 Einwohnern, beherbergt uns während knapp 4 Tagen. Wir schlafen nicht einfach in irgend einem x-beliebigen Hostal. Yakumama heisst unser zu Hause und geführt wird es von einem alten Bekannten. Vor knapp einem Jahr haben Clüdu und seine jüngere Schwester Isa dem Kanton Bern den Rücken zugekehrt und sich nach Cuenca abgesetzt. Ziel der Reise: Ein Hostal eröffnen! Und dieses Vorhaben ist Ihnen defintiv geglückt.

Nebst chillen im Hostalrestaurant, inklusive Superessen und Hammermojitos (gracias Jorge), besuchen wir den Nationalpatk von Cajas, spielen mit Cuencanern, Clüdu und weiteren Hostalgästen auf einem kleinen Kunststrasen Fussball und gehen gar ins Kino. Im Nationalpark mache ich ungewollt Bekanntschaft mit dem tiefen Boden (zwei kleine Fehltritte und schon stecke ich knietief im Sumpf) und Patric stellt beim Fussball bitter fest, dass Kunstrasen und grätschen eine schlechte Kombination sind! Zum Kino kann ich sagen, dass trotz vorerst herrschender Skepsis alle Kinogänger positiv auf Superman zu sprechen sind und ich mich für einmal nicht für die Filmwahl rechtfertigen muss:-) (ps)